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Lares

1x Contest-Sieger

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11

23.02.2018, 00:42

Ehrlich gesagt glaube ich, wäre es für dich sinnvoller erstmal herauszufinden, welche spezifische Rolle du im Team übernehmen willst. Zum einen werden Allrounder in einer Firma eher selten gesucht, zum anderen wüsste ich keinen Studiengang, der dir sowohl Einblicke in Leveldesign, Narrative, als auch künstlerische Aspekte (Modellieren, Concept Art, etc.) und Design gibt. Wenn du zur Zeit nicht weist, was du machen willst, wäre es wahrscheinlich sinnvoll mit ein paar Game Engines zu arbeiten, die keinen starken Fokus auf das Programmieren haben (z.B. RPG Maker).
Das ist auch sinnvoll weil...
a) Du herausfinden kannst, ob du überhaupt in der Branche arbeiten willst.
b) Du im Falle einer Bewerbung bereits eigenen Projekte vorzeigen kannst, was immer wichtiger ist, als dein absolviertes Studium.

Du könntest auch Pen&Paper Abenteuer entwickeln, sofern du und ein paar Freunde von dir Interesse haben sowas zu spielen. Dabei kannst du sowohl Einblicke in Level design, als auch World building und Dialoge schreiben gewinnen. Du kannst bestehende Systeme verwenden, oder sogar eigene entwickeln, wodurch du viel über z.B. Kampfsysteme und Balancing lernen kannst.

Chromanoid

Alter Hase

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12

23.02.2018, 06:15

Der Games-Master-Studiengang in Hamburg ist glaube ich ziemlich umfassend aufgestellt (http://www.gamesmaster-hamburg.de/).

Das ganze kann man als Master-Studium auf einen Bachelor in Informatik oder Mediendesign etc. aufsetzen. Dort gibt es dann auch viele Kontakte zumindest in die Hamburger Spielebranche.

Ich habe mit einigen Absolventen/Studenten mal vor einigen Jahren am GGJ teilgenommen. Da waren die meisten dann auch tatsächlich in der Branche tätig.

BlueCobold

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13

23.02.2018, 07:15

Ich habe mit einigen Absolventen/Studenten mal vor einigen Jahren am GGJ teilgenommen. Da waren die meisten dann auch tatsächlich in der Branche tätig.
Die Frage ist dann halt an was genau. Barbies Strandabenteuer? Mähdreschersimulator 2018? Prinzessin Lillifee und der weiße Igel? Ich will damit nur andeuten, dass nicht jeder Game-Designer das nächste Anno, Call of Duty oder Age of Conan konzipiert und nicht jeder Spieleentwickler auch ein richtig geiles Projekt baut.
Und man sollte auch bedenken, dass ein Publisher ein geiles Spiel schnell mal komplett umdrehen kann, nur weil er das als Verkaufsgrundlage sieht. Diese Geschichten kennt man ja genug. Und wer nicht, der kann gern mal in den IRC kommen und wir schwatzen mal über die Probleme, die z.B. Invision durch ihre Publisher-Wünsche so hatte.
Teamleiter von Rickety Racquet (ehemals das "Foren-Projekt") und von Marble Theory

Willkommen auf SPPRO, auch dir wird man zu Unity oder zur Unreal-Engine raten, ganz bestimmt.[/Sarkasmus]

Chromanoid

Alter Hase

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14

23.02.2018, 09:41

@BlueCobold Exakt. Wenn ich mich richtig erinnere, waren die Arbeitgeber GoodGame Studios, Bigpoint und Daedalic Entertainment. Und bei allen drei Firmen gab es meines Wissens nach relativ heftige Kündigungswellen.

KeksX

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15

23.02.2018, 13:29

Besonders die Geschichte von Goodgame Studios ist lesenswert, auch für alle die hier still mitlesen und sich ähnliche Fragen wie OP stellen - von 1200 auf 200 Mitarbeiter geschrumpft, und das kurz nachdem aktiv verhindert wurde, dass ein Betriebsrat gebildet werden konnte.
Also die Branche ist kein super sicheres Pflaster aktuell, und es gehört ne ganze Portion Leidenschaft für die Materie dazu um das mitmachen zu wollen.

Der Einstieg in die Branche möchte echt gut überlegt sein, und was Lares schrieb ist ein guter Tipp um herauszufinden ob man das überhaupt möchte. :)
WIP Website: kevinheese.de

LetsGo

Alter Hase

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16

11.03.2018, 23:58

Man kann nicht oft genug sagen, dass man bei der Games Branche sehr vorsichtig sein muss und genau wissen sollte auf was man sich einlässt.
Denn viele Studios nutzen die Leidenschaft vieler junger Absolventen schamlos aus. Man kann natürlich Glück haben und mit einer tollen Firma und einem super Spiel einen Traumjob finden, aber man sollte sich den Arbeitgeber schon genau heraussuchen.

Ein paar wichtige Punkte, die häufig zutreffen
- Gehalt (für Informatiker meist 20% geringer, als in anderen Branchen)
- lange Arbeitszeiten und große Peaks
- häufig wenig Entscheidungsspielraum/Kreativität
- Unsicherheit des Jobs

Es gibt viele andere spannende Branchen und Themen, Spiele entwickeln kann man auch als Hobby betrieben.

Zitat von »Chad Fowlder«

Leider hat die Software-Branche viele flache Spezialisten hervorgebracht, die die Bezeichnung Spezialist nur als Entschuldigung dafür verwenden, nur eine Sache zu kennen.

Dyl

Frischling

  • »Dyl« ist der Autor dieses Themas
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17

17.03.2018, 16:01

Ich bins mal wieder. Wollte mich nochmal für weitere Beiträge bedanken...tja, ich glaube auch, ich weiß nicht so ganz was ich will, aber wie gesagt finde ich es auch verwirrend, dass es zb. Storytelling allein nicht als Studiengang gibt sondern immer nur so gemischte Sachen.
Also, wenn ich das richtig verstanden habe, habe ich - vereinfacht gesagt - nur die Wahl zwischen Programmierung allein, Programmierung gemischt mit Game Design/Game Art oder nur Mediengestaltung, was nicht direkt was mit Games zu tun hat.
Und meine Befürchtung, gar keinen Job zu finden, wurde ja auch schon diskutiert. Und hinzu kommt noch, ich hätte zwar gerne einen kreativen Beruf, aber ich bin zb. im Zeichnen nicht gut. Trotzdem würde ich eben gern was im Bereich Design machen.
Ich informiere mich einfach mal weiter, danke für eure Tipps. Was ich letztendlich mache muss ich ja sowieso allein entscheiden

KeksX

Community-Fossil

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Beruf: Game Designer

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18

18.03.2018, 15:45

Game Design hat nicht viel mit Zeichnen zu tun, da kann ich dich beruhigen. Kreativität beschränkt sich ja nicht nur darauf :). Ein reiner Storytelling-Studiengang würde dir übrigens genau so wenig helfen. Game Design ist auch nicht (nur) das Erzählen von Geschichten.
Außerdem ist es als Game Designer eh von Bedeutung, sich mit allen Bereichen zumindest grundlegend aus zu kennen. Also du musst nicht Zeichnen können, aber wissen was eine Komposition ist. Und in der Lage sein, eigene Sachen zu prototypen, ist auch enorm von Vorteil. Programmierung gemischt mit Game Design wird dir alles andere antun als dir zu schaden.

Insofern: Schau dir die ordentlichen Studiengänge an, auch wenn sie nicht 100% in die Richtung gehen, die du dir gewünscht hast. Game Design ist ein eigenes, aber vielschichtiges Feld. Das erlernt man auf viele Arten und Weisen.

Und wenn dir das dann doch alles zu riskant ist und dir nicht passt, kannst du das Ganze ja noch als Hobby gestalten.
WIP Website: kevinheese.de

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »KeksX« (18.03.2018, 15:56)


BlueCobold

Community-Fossil

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Beruf: Teamleiter Mobile Applikationen & Senior Software Engineer

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19

18.03.2018, 21:53

Vielleicht wäre ja eher ein Kurs über kreatives Schreiben was für ihn? :D
Teamleiter von Rickety Racquet (ehemals das "Foren-Projekt") und von Marble Theory

Willkommen auf SPPRO, auch dir wird man zu Unity oder zur Unreal-Engine raten, ganz bestimmt.[/Sarkasmus]

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