Du bist nicht angemeldet.

Werbeanzeige

1 721

02.05.2019, 22:11

Welches Thema denn und wo liegt das Problem? Hast du keinen Betreuer für die Arbeit?
Cube Universe
Entdecke fremde Welten auf deiner epischen Reise durchs Universum.

GolWinStu

Treue Seele

Beiträge: 359

Wohnort: Heidelberg

Beruf: Softwareentwickler, Vertriebler

  • Private Nachricht senden

1 722

03.05.2019, 10:43

Hi,

ich kenne das. Hatte selbst für meine beiden Ausbildungen jeweils eine Abschlussarbeit mit einem jeweiligen Projekt.

Bei dem ersten (Chemisch-Technischer Assistent) war das auch so, aber auch nur weil ich das Thema null geblickt habe. Damals ging es um die Bestimmung der Farbstoffe die bei der Umhüllung von Smarties zum Einsatz kommen. (Steht zwar auf der Packung, ist aber fachlich leider keine Hilfe und man muss es ja hinterher beweisen können...)

Was mir geholfen hat, war mein "Befreiungsschlag" indem ich mich an einen anderen Lehrer gewendet habe der nichts mit der Abschlussarbeit zu tun hatte aber trotzdem was davon verstand.

Der hat mir das Prinzip dann erklärt und ich konnte dann mit einer ähnlich knappen Zeit wie bei dir die Arbeit doch noch abschließen.

Note kann ich mich nicht mehr erinnern, bin aber bei der Ausbildung mit 2,7 raus glaub ich.
(Blöde Faulheit :dash: )

Also steck nicht den Kopf in den Sand, gönn dir jetzt eine Woche Ruhe um rauszukommen und such dir (ohne nebenher an der Arbeit zu schrauben, so kommst du auch nicht weiter) jemanden der dir hilft.

Er sollte dir natürlich nicht die Arbeit abnehmen, aber erklären wie du was machen kannst um zu einem Ergebnis zu kommen.

Du schaffst das, halt mich bitte auf dem laufenden. Ich helfe dir auch gern weiter ;)

idontknow

unregistriert

1 723

03.05.2019, 17:38

Das ganze ist in meinem Fall die Masterarbeit und habe dort natürlich einen Betreuer, der ist aber sehr entspannt was Anbetracht meiner Lage, die er auch kennt (ich habe noch 2 Monate und es steht noch nichts + bei einer größeren Teilaufgabe habe ich noch nichtmal angefangen), sehr komisch ist. Letztlich ist es aber auch mein Problem und nicht seins.
Im wesentlichen Scheitere ich frustriert daran, dass ich mit einer Bibliothek, die nur im Wissenschaftlichen Bereich von wenigen Leuten (effektiv eigentlich primär von meinem Betreuer) eingesetzt wird. Das ganze Ding ist bereits einige Jahre alt und (Achtung!) zu 100% undokumentiert. Es gibt Dokumentation mittels JavaDoc, allerdings unvollständig und i.d.R. nur bei Methoden bei denen offensichtlich ist was diese tun. Außerdem hat es einige Beispielprogramme, die sind meist aber parallel Unit-Tests und auch weitestgehend undokumentiert + du musst aus dem Namen ableiten was das Ding überhaupt macht (was in der Regel nicht oder unzureichend funktioniert, da die Beispielprogramme oft mehrere Dinge gleichzeitig testen/demonstrieren oder der Name komplett nichtssagend ist). Von Features, die gar nicht in einem Beispielprogramm getestet werden will ich gar nicht erst anfangen.. Es wird aber noch besser: Teilweise sind Einzelfeatures kaputt oder Teile der Beispielprogramme so auskommentiert, das es einfach nur ein totales Chaos ist oder diese Features, die sie ursprünglich testen sollten gar nicht mehr testen..
Naja und das Ding steht im Zentrum meiner Arbeit. Das ist z.b. ein Problem.
Hab schon oft überlegt abzubrechen (nicht ganz trivial, da bereits angemeldet), aber aufgrund unglücklicher Umstände (hauptsächlich hoher Einarbeitungsaufwand und Optimismus, dass es besser wird..) habe ich das so wirklich ganz erst zu spät realisiert und dann war ich schon an dem Punkt an dem ich die letzten Monate nicht wegwerfen sollte. Aktuell hoffe ich einfach irgendwie eine 4.0 zu bekommen (bestehen), da ich sowieso zu 100% frustriert bin und mein Studium beenden will.
Ist besonders schade, dass ich mich eigentlich mega auf die Abschlussarbeit gefreut hatte und obwohl ich mir wirklich Mühe gegeben hatte etwas zu finden, bei dem ich bestimmte problematische Sachen nicht haben werde ist im Prinzip der Worst-case aufgetreten und alles auf das ich versucht habe zu achten (bei der Themenauswahl), dass es nicht Eintritt ist eingetreten.. Na dann Mahlzeit :cursing: :dash:

1 724

03.05.2019, 23:40

Hmm, würde dir raten, zum AStA zu gehen, wenn du eine schlechte Note bekommen solltest, nur weil die Bibliothek schlecht dokumentiert war. So ganz unwichtig ist die Note ja auch nicht für deine spätere Karriere.

Kannst du in den Code der Bibliothek gucken und so vielleicht herausfinden, was wie funktioniert?
Cube Universe
Entdecke fremde Welten auf deiner epischen Reise durchs Universum.

idontknow

unregistriert

1 725

04.05.2019, 02:02

Hmm, würde dir raten, zum AStA zu gehen, wenn du eine schlechte Note bekommen solltest, nur weil die Bibliothek schlecht dokumentiert war. So ganz unwichtig ist die Note ja auch nicht für deine spätere Karriere.

Kannst du in den Code der Bibliothek gucken und so vielleicht herausfinden, was wie funktioniert?

Ja, der Code ist sogar komplett OpenSource, aber ich werde das zwecks anonymität und so hier nicht direkt verlinken. Das Problem ist eher, dass der Code großteils auf der GPU läuft, sprich das ist schonmal eine Ecke schwerer nachzuvollziehen.
Mein Betreuer scheint insgesamt ziemlich nett insofern bin ich immernoch optimistisch was eine halbwegs vernünftige Note angeht. Mein Lebenslauf insgesamt ist auch ziemlich solide also denke ich würde mir eine miese Masterarbeit nicht all zuviel verbauen (oder hoffe ich vielleicht), aber der Traum ist es sicher nicht. Die Bibliothek alleine ist auch nicht das einzige Problem so wollte ich das nicht darstellen (auch wenn es meiner Meinung nach ein großes ist), es gab noch einige kleinere und insgesamt bin ich einfach nie so wirklich klar gekommen mit meinem Betreuer bzw. der Art und Weise wie die Betreuung abgelaufen ist und das insgesamt gemanaged wurde. Es gab z.b. einen Zwischenfall bei dem ich ca. 2-3 Wochen den Source Code analysiert habe, Rückfragen gestellt hatte bis sich mein Betreuer mal die Zeit genommen hat sich das ebenfalls genauer anzukucken um mir dann nach einem Nachmittag mitzuteilen, dass das nicht mein Aufgabenbereich ist, ich mich auf die anderen Dinge konzentrieren soll und er einen Hiwi darauf ansetzt (es ging um ein selten verwendetes Feature, das zuletzt vor 2-3 Jahren eingesetzt wurde und aktuell kaputt ist/war). Das war ziemlich frustrierend, hätte er sich die Zeit einfach mal eher genommen..

Julién

Alter Hase

Beiträge: 723

Wohnort: Bayreuth

Beruf: Student | Hilfswissenschaftler in der Robotik

  • Private Nachricht senden

1 726

14.04.2020, 20:32

Resumé nach 6 Monaten Gruppenprojekt an der Uni:

Ich könnte heulen.

[Folgendes wurde entfernt, bevor ich mich dann bei der nächsten Projektbesprechung mit gefühlten Wahrheiten konfrontiert sehe. Der Tag der Bewertung ist demnächst. Und ich habe die GitHistory auf meiner Seite.]
I write my own game engines because if I'm going to live in buggy crappy filth, I want it to me my own - Ron Gilbert

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Julién« (14.04.2020, 20:44)


Sacaldur

Community-Fossil

Beiträge: 2 326

Wohnort: Berlin

Beruf: FIAE

  • Private Nachricht senden

1 727

15.10.2020, 14:55

Und ich habe die GitHistory auf meiner Seite.

... noch.
Spieleentwickler in Berlin? (Thema in diesem Forum)
---
Es ist ja keine Schande etwas falsch zu machen, als Programmierer tu ich das täglich, [...].

Timmyew

Treue Seele

Beiträge: 110

Wohnort: Prüm

Beruf: Ausbildung Fachinformatiker für die Anwendungsentwicklung

  • Private Nachricht senden

1 728

12.07.2021, 18:09

Ohh man,

manchmal hab ich wirklich das Gefühl, dass ich für manche Algorithmen zu doof bin.
Manchmal sitze ich Wochenlang an einem Algorithmus, um diesen auch wirklich zu verstehen.
Mein Problem ist meistens, dass ich die Vorgehensweise und Erklärungen anderer nicht wirklich verstehe und mir die Dinge dann
auf meine Art und Weise aneignen muss. Das ist nicht nur in meinen privaten Projekten ein Problem, sondern auch in meiner Ausbildung.
Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass ich ein komplett anderes Denkmuster hab.
Andere kommen damit parat, wenn die was erklärt bekommen und ich brauche immer einen visuellen Anreiz dafür, um mir das Bildlich vorzustellen.
Mir macht der Beruf ja spaß, aber es schlägt mich schon nieder, wenn man die Dinge dauernd anders interpretiert wie sie eigentlich gemeint sind.

Kurzgesagt: Ich bin schwer von Begriff.

Hat jemand dabei schon ähnliche Erfahrungen gemacht?

hawkeye_de

Frischling

Beiträge: 69

Wohnort: Baden-Württemberg

  • Private Nachricht senden

1 729

12.07.2021, 19:05

Man findet immer eine Gruppe von Leuten, die gefühlt oder vielleicht auch wirklich ;) gescheiter, besser bei einem Thema ist als man selber. Aber wenn es dir Spass macht, ist es eigentlich kein Problem, wenn Du einfach bereit bist mehr zu geben als es vielleicht andere müssen.

Ich habe mal eine Doku über die Blue-Angels gesehen (Kunstflugstaffel U.S Navy): ein Pilot war ziemlich offen und ehrlich und meinte, selbst in dieser Spitzengruppe gibt es noch deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Piloten und sein Lebensmotto: Sich nie mit anderen vergleichen, sondern nur schauen, dass man sich selber über die Zeit verbessert. Dem ist nichts hinzuzufügen.
"Große Geister besprechen Ideen; durchschnittliche Geister besprechen Ereignisse; kleine Geister besprechen andere Leute"

-Admiral USN Hyman Rickover, Vater des 1. Atom U-Boots "Nautilus"

drakon

Supermoderator

Beiträge: 6 529

Wohnort: Schweiz

Beruf: Entrepreneur

  • Private Nachricht senden

1 730

12.07.2021, 19:15

Mein Problem ist meistens, dass ich die Vorgehensweise und Erklärungen anderer nicht wirklich verstehe und mir die Dinge dann
auf meine Art und Weise aneignen muss

Ach, dass ist doch das beste, was passieren kann. Eines der wichtigsten Dinge, die man meiner Meinung nach in einer höheren Ausbildung lernen sollte ist, wie man selbst effektiv sich neue Sachen aneignet. Du scheinst dir hier im klaren zu sein wie das für dich funktioniert und du wendest es an. Das ist doch super! Das schlimmste wäre, wenn du einfach immer die gleiche, nicht funktionierende, Methode anwendest.

Zitat

Andere kommen damit parat, wenn die was erklärt bekommen

Ach, das stimmt wahrscheinlich gar nicht. Zumindest nicht bei den meisten. Sie _meinen_ oft, dass sies können/verstehen, aber im besten Fall können sie einfach genau das gleiche "auswendig" runterlabern. Das kann auch genügend sein für eine Prüfung, aber Verstanden haben es dann die meisten nicht. Es gibt Ausnahmetalente, die können etwas wirklich einmal grob hören und verstehen dann das ganze fundamental und können es kreativ in neuen Situationen anwenden. Aber eben das sind Ausnahmen.

Die meisten müssen über komplexe Sachen zu lernen ihren Weg finden. Bei mir persönlich geht recht viel über es zu selbst zu tun bis ins kleinste Detail. Dann sehe ich was die Herausforderungen sind und wo die Stellen sind, welche wirklich haarig sind und welche nicht. Dann kann man nochmal zur Theorie zurück und alles macht sehr viel mehr Sinn. Dauert wahrscheinlich länger als es sich nur oberflächlich anzueigenen, aber mir persönlich ging es nie darum jemandem (einer Schule, einem Zeugnis, oder einer Prüfung) zu beweisen, dass ich etwas kann, sondern es wirklich verstehen und anwenden zu können, damit ich es irgendwann, naja, anwenden kann. :) - Bei Algorithmen geht das auch super. Input/erwarteter Output ist klar, dann also einfach mal selbst programmieren anzufangen und dann Schritt für Schritt zu verstehen probieren wie die "Vorgegebene" Lösung funktioniert.

Zitat

Hat jemand dabei schon ähnliche Erfahrungen gemacht?

Kurz gesagt: Ja, wahrscheinlich die meisten und meine Empfehlung: Dran bleiben mit der Methode, die für dich funktioniert!

Werbeanzeige