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13.11.2016, 21:09

Zombies...mal wieder...mit kleinem Designproblem

Hallo Leute,

ich überlege gerade privat (ohne direkt assoziiertes Projekt), wie eine in allen Punkten schlüssige und wissenschaftlich belegbare Zombieapokalypse aussehen könnte...Ich weiß, dass den Meisten dieses Thema schon zum Hals raushängen dürfte, aber vll. findet sich ja der eine oder andere Fanatiker/Enthusiast, der meine Vorliebe für das Thema teilt.

Meine Gedanken soweit:
1. Realistisch erscheint mir eine Virusinfektion, die über die Luft übertragbar ist.
2. Der Virus ließe vermutlich den Frontallappen und die Großhirnrinde kollabieren, den Hirnstamm aber intakt. Somit bleiben die Infizierten am Leben, aber ihre Denkleistung wird drastisch reduziert. Ein totaler Gedächtnisverlust ist natürlich auch Pflicht.
3. Die Ernährung ist schwierig zu klären. Daher würde ich zu Allererst meinen, dass ein Zombiekörper kuschelige 35-36°C Körpertemperatur hält, einen verlangsamten Stoffwechsel hat und sich nur sehr schwerfällig bewegt, um Energie zu sparen.
4. Ernähren könnten sich Zombies dann von Überlebenden (kritisch! Es gibt bei Weitem mehr Zombies als Überlebende) und noch relativ frischen Kadavern (andere Infizierte, Tiere, Menschen...). Letzteres birgt das Risiko einer "Lebensmittelvergiftung", aber dieses muss man wohl tragen, da mir beim besten Willen keine andere Nahrungsquelle einfällt.
5. Die Motivation der Infizierten, die Überlebenden zu jagen, ist vermutlich reiner Hunger. Dass sie ausschließlich Gehirne fressen könnten, schiene mir absurd und eine mysteriöse Wut (28 Days Later *hust*) scheint mir wissenschaftlich eher schwer untermauerbar zu sein.

Mein Problem:
Warum greifen sich Infizierte nicht gegenseitig an? Ziemlich trivial, aber die übliche Begründung "weil sie Frischfleisch und kein verfaultes Fleisch brauchen" zieht nicht, weil
a) Infizierte nicht faulen, denn das wäre wissenschaftlich absurd. Ich glaube nur sehr begrenzt an Übernatürliches und halte daher "Untote" für unmöglich. Die Infizierten sind lediglich krank und sterben daher wie alle Anderen auch, wenn sie von Bakterien zerfressen werden oder wenn lebenswichtige Organe ausfallen.
b) sie so verhungern würden, da es, wie oben beschrieben, viel zu wenige Überlebende ("Frischfleisch") gibt, um die riesige Zombiepopulation zu ernähren. Schließlich ist es das Ziel, ein Szenario zu erstellen, welches auch langfristig funktionieren kann (ungefähr 1-2 Jahre).
Jedenfalls müssten Infizierte zwischen anderen Infizierten und gesunden Menschen unterscheiden, was biologisch meiner Meinung nach schwierig ist. Es stellt sich die Frage, wie sich die beiden "Gattungen" äußerlich unterscheiden und, viel wichtiger, was überhaupt eine Motivation für die Infizierten wäre, ihresgleichen zu verschonen. Man sollte meinen, wenn sie aufgrund ihrer Krankheit schon zum Kannibalismus übergehen, sollte es ihnen egal sein, wen sie erwischen.

Anmerkung:
Ich habe länger über Tollwutviren (oder eine Abart von diesen) als Auslöser nachgedacht. Generell scheinen sie mir aber unpraktisch, hauptsächlich weil Tollwut Wasserscheu auslöst, womit alle Infizierten innerhalb von ein paar Tagen verdursten dürften (besonders da die angestrebte Körpertemperatur niedrig ist, in einer u.U. warmen Umgebung). Außerdem beißen tollwütige Tiere, soweit ich weiß, auch andere tollwütige Tiere, allerdings habe ich dafür online keine Belege gefunden.

Das war ziemlich viel Text, der so ziemlich meine komplette Denkarbeit der letzten Tage zu diesem Thema zusammenfasst. Falls ich was ausgelassen oder vergessen haben sollte, oder wenn noch Logiklöcher auftreten sollten, einfach melden und ich versuche nachzupatchen :D Danke fürs Lesen und ich hoffe auf ein bisschen Input :)

LG Max

Wirago

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2

13.11.2016, 21:41

So sehr ich auf das Thema Zomies stehe (etliche Bücher gelesen rund um das Thema und alle erwähnenswerten Filme gesehen :) ) aber ich glaube nicht, dass man da mit "Logik" weit kommt. Allem voran:
Warum greifen sich Infizierte nicht gegenseitig an?

Völlig falsches Verhalten. Auch in der Natur werden im Extremfall Tiere zu Kannibalen bevor sie verhungern. Zombiehorden die sich selber ignorieren würde es glaube ich nie geben.

Zum Thema Ursache: Am realistischsten würde ich eine Art Tollwutvirus sehen. "28 Days Later" ist zB auf diesen Zug aufgesprungen. Das sind dann zwar keine typischen Zombies mehr (schnell, leicht zu töten, und sie verhungern) aber dennoch ein nachvollziehbareres Szenario als die 0815 brainless Zombies.

Anm.:
Vielleicht ist das im Off-Topic besser angesiedelt, da das nicht wirklich was mit Spieleentwicklung zu tun hat. Ggf. ein Mod bitte verschieben.
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Schorsch

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3

13.11.2016, 22:13

Was ist denn mit Parasiten? Beispiel Zombie Snail, immerhin heißen die schon so^^. Der Parasit hat das Ziel sich selbst zu verbreiten was möglicherweise durch einen Biss passiert. Würden die Zombies sich jetzt gegenseitig angreifen und zerfleischen wäre das für die Parasiten selbst nicht zielführend. Nicht befallene Menschen möchte er aber infizieren. Es geht also rein um die Infizierung. Was mit Stoffwechsel und Ernährung etc passiert steht da erst mal außen vor. Von mir aus ernähren sich die befallenen von irgendwelchen Pflanzen und Beeren. Vielleicht bringt der Parasit die infizierten dazu zu lernen wie man grundlegend Landwirtschaft betreibt und sich zu ernähren ;) Da kannst du jetzt der Phantasie freien lauf lassen.
„Es ist doch so. Zwei und zwei macht irgendwas, und vier und vier macht irgendwas. Leider nicht dasselbe, dann wär's leicht.
Das ist aber auch schon höhere Mathematik.“

4

13.11.2016, 23:50

Entschuldigung für die falsche Einordnung und danke für die Verschiebung.

@Wirago
Eigentlich will ich mich nicht damit abfinden, dass es aussichtslos wäre, eine logische Erklärung zu finden. In meinem bisherigen Leben bin ich eigentlich zu der Überzeugung gelangt, dass es immer einen Weg gibt ;) Wie ich bereits geschrieben habe, hat der Tollwutvirus durchaus seine Vorzüge, aber um ihn "weiterzuverwerten" müsste man die Nachteile iwie kontern.
Dass sich Infizierte aus extremem Hunger gegenseitig angreifen, halte ich für gar nicht mal so abwegig. Dennoch löst es das Problem mit der Zielfindung nicht wirklich, da gesunde Menschen immer angegriffen werden, unabhängig, ob der Infizierte gerade Hunger hat, oder nicht...

@Schorsch
Diese Parasiten sind schon ein richtig guter Ansatzpunkt. Ich hatte das schon mal am Rande mitbekommen, aber wohl nicht ganz für voll genommen und hab nicht tiefer recherchiert. Das habe ich jetzt mal nachgeholt und die haben echt brauchbare Eigenschaften...

"Andere Parasiten scheinen Neurotransmitter zu imitieren. In einigen Fällen zerstört die Anwesenheit des Parasiten einfach die Nervenzellen oder verändert das physiologische Gleichgewicht und löst im Wirtskörper eine Immunreaktion aus. Forscher fanden Hinweise, dass der Eindringling gezielt Gene ausschaltet, die die Produktion von Neuropeptiden steuern."

Quelle ist dieser Artikel: http://www.sueddeutsche.de/wissen/hirn-p…-wille-1.837348

Da steht auch beschrieben, dass es wohl ziemlich viele von diesen Parasitenarten zu geben scheint, die u.U. (wissenschaftlich noch nicht 100% erwiesen, aber die Möglichkeit besteht zumindest und das reicht mir) das Verhalten des Wirtes beeinflussen. Dabei fiel mir auch wieder ein, ich weiß gar nicht, warum ich das bisher ignoriert habe, dass dem Tollwutvirus auch nachgesagt wird, dass die Beißwut und Wasserscheu gezielte Maßnahmen des Virus wären, um seine Verbreitung zu begünstigen.
Wenn man also in Betracht zieht, dass sowohl Parasiten, als auch Viren Verhaltensänderungen bewirken können (das gibt mal wieder gewaltig respekt++ für die Evolution), ist es von diesem Gesichtspunkt aus egal, für welches von Beidem man sich entscheidet. Ich werde generell noch mal die jeweiligen Vor-/Nachteile abwägen und dann entscheiden. Vermutlich bleibts aber bei Viren, weil der Rest des Szenarios darauf abgestimmt ist.
Jedenfalls könnte man auf diese Weise Infizierte begründen die vom Erreger dazu getrieben werden, gesunde Menschen angreifen und damit zu infizieren. Das löst schon mal das Motivationsproblem. Die Unterscheidung kriege ich dann auch noch iwie hin, die ist ja das geringere Übel.
Die Ernährung sehe ich mit Leichen besser gedeckt als mit Pflanzen. Natürlich würden Infizierte Beeren und Früchte essen, wenn sie welche finden, schließlich sind sie Menschen und damit Allesfresser. Dennoch reichen diese Nahrungsmittel quantitativ nicht aus, um eine Zombieepidemie auch nur 1 Jahr am Laufen zu halten. Dass Infizierte von selbst lernen Feldfrüchte anzubauen, finde ich dagegen sehr weit hergeholt. Die Landwirtschaft war eine der größten Errungenschaften der Menschheit und auch wenn einige Tiere (blattlausmelkende Ameisen) ähnliche Ansätze haben, halte ich Zombies für zu blöd um gezielt Felder anzulegen. Weiterhin meine ich mal gelesen zu haben, dass die Erde ohne Industrialisierung für maximal eine halbe Milliarde Menschen Platz bietet. Selbst bei einer Infektionsrate von nur 10% (ich denke eher an 50-80% im Szenario) wären also zu viele Mäuler zu stopfen.

Aber am Kernproblem bin ich jetzt ein gutes Stück weitergekommen. Vielen Dank an euch Beide für den kreativen Input :)

Schorsch

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5

14.11.2016, 00:02

Die Ernährung sehe ich mit Leichen besser gedeckt als mit Pflanzen. Natürlich würden Infizierte Beeren und Früchte essen, wenn sie welche finden, schließlich sind sie Menschen und damit Allesfresser. Dennoch reichen diese Nahrungsmittel quantitativ nicht aus, um eine Zombieepidemie auch nur 1 Jahr am Laufen zu halten.

Das war ja auch nur ein blödes Beispiel ;) An sich kannst du da frei überlegen was du möchtest und einfach gucken was du plausibel erklärt kriegst. Du willst ja am Ende eine Geschichte erzählen und die soll vermutlich interessant und vielleicht auch kein totaler abklatsch sein. Deshalb sei ruhig kreativ und lass dir was einfallen.
Dass Infizierte von selbst lernen Feldfrüchte anzubauen, finde ich dagegen sehr weit hergeholt. Die Landwirtschaft war eine der größten Errungenschaften der Menschheit und auch wenn einige Tiere (blattlausmelkende Ameisen) ähnliche Ansätze haben, halte ich Zombies für zu blöd um gezielt Felder anzulegen. Weiterhin meine ich mal gelesen zu haben, dass die Erde ohne Industrialisierung für maximal eine halbe Milliarde Menschen Platz bietet. Selbst bei einer Infektionsrate von nur 10% (ich denke eher an 50-80% im Szenario) wären also zu viele Mäuler zu stopfen.

Weil das zu deinem Verständnis von Zombie passt. Wie gesagt, das war ein sehr überzogenes Beispiel. Aber wer behauptet dass ein Zombie nicht in der Lage ist komplexe Dinge zu vollbringen. Wenn du der Idee folgst dass Teile des Gehirns zerstört werden und die Zombies wirklich verblöden ist das ok, an sich ist es aber vielleicht nicht blöd einfach mal in viele Richtungen zu denken und auch vermeintlich dumme Ideen weiter zu spinnen. Einfach um darüber vielleicht neue Ideen zu generieren. Damit will ich nicht sagen du sollst mein Beispiel mit dem eigenen Anbau weiter verfolgen, aber anstatt die selbe Geschichte zum 10ten mal zu erzählen kannst du ja vielleicht erst mal ein wenig weiter überlegen.
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Das ist aber auch schon höhere Mathematik.“

6

14.11.2016, 00:21

Weil das zu deinem Verständnis von Zombie passt. Wie gesagt, das war ein sehr überzogenes Beispiel. Aber wer behauptet dass ein Zombie nicht in der Lage ist komplexe Dinge zu vollbringen. Wenn du der Idee folgst dass Teile des Gehirns zerstört werden und die Zombies wirklich verblöden ist das ok, an sich ist es aber vielleicht nicht blöd einfach mal in viele Richtungen zu denken und auch vermeintlich dumme Ideen weiter zu spinnen. Einfach um darüber vielleicht neue Ideen zu generieren. Damit will ich nicht sagen du sollst mein Beispiel mit dem eigenen Anbau weiter verfolgen, aber anstatt die selbe Geschichte zum 10ten mal zu erzählen kannst du ja vielleicht erst mal ein wenig weiter überlegen.


Sicher könnte man weiter überlegen und sicher wäre das in vielen Fragestellungen sinnvoll. Allerdings ging es mir nicht darum, eine kreative Zombiegeschichte zu entwickeln. Ich wollte eher die bestehenden Zombiegeschichten in einen realistischen Rahmen fassen, also so nahe wie möglich an den Klischees bleiben. Einfach mal sehen, ob die Fiktion, die uns Spiele- und Filmemacher vorsetzen, tatsächlich, wenn auch höchst unwahrscheinlich, Realität werden könnte ^^

Nox

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14.11.2016, 01:49

Ich musste da direkt mal an https://de.wikipedia.org/wiki/Ich_bin_Legende denken.
PRO Lernkurs "Wie benutze ich eine Doku richtig"!
CONTRA lasst mal die anderen machen!
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Wirago

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8

14.11.2016, 08:12

Was viele nicht wissen, die vermutliche Quelle dieses ganzen Zombie-Themas dürften Voodookulte (bzw. Petrokulte) aus (vor allem) Haiti und anderen südlichen Staaten sein. Dort wurden Menschen mit Zombifizierung bestraft. In Wahrheit wurden diese einem Giftcocktail ausgesetzt wodurch das Opfer schwere Hirnschäden davon getragen hat. Am Ende wurden diese dann als - mehr oder weniger - hirnlose Sklaven gehalten.
Nicht zu resozialisierende Kriminelle wurden durch diese Zombifikation unschädlich gemacht und bestraft. Durch die Zugabe von Atropin wurde der Zustand als Zombies aufrechterhalten. Zumindest ist das eine alte Überlieferung des Justizsystems in West- und Zentralafrika.

Weiters besagt die Legende, dass diese oft für tot gehalten und vergraben wurden. Diese sich dann aber durch die doch noch minimal vorhandene Hirnaktivität wieder befreien konnten. Daher auch die Sicht des wandelnden Toten.
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Schrompf

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14.11.2016, 10:14

Wenn man wissenschaftlich rangehen will, scheitert das Ganze schon an der Energieerhaltung. Der Brennwert eines Hirnes, also die maximale Kalorienmenge, die ein beliebiger chemischer Prozess aus dem Ding rausholen kann, reicht für ein bis zwei Tage "Normalverbrauch" des Menschen. xkcd - WhatIf hat dazu mal was geschrieben. Man müsste dann halt irgendwas konstruieren, wodurch der Kalorienbedarf eines Zombies massiv sinkt gegenüber dem eines Menschen - niedrige Körpertemperatur, kaum Bewegung, sowas halt. Aber selbst das verlängert die Versorgung durch ein Menschenhirn bestenfalls auf ne Woche.
Häuptling von Dreamworlds. Baut aktuell an nichts konkretem, weil das Vollzeitangestelltenverhältnis ihn fest im Griff hat. Baut daneben nur noch sehr selten an der Open Asset Import Library mit.

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14.11.2016, 22:47

Was viele nicht wissen, die vermutliche Quelle dieses ganzen Zombie-Themas dürften Voodookulte (bzw. Petrokulte) aus (vor allem) Haiti und anderen südlichen Staaten sein.
Das ist zwar ein Teil des Mythos, insbesondere stammt da soweit ich weiß der Name her, aber ich würde die ganzen Wiedergänger-Mythen da nicht außer Acht lassen. Die gibt's ja schon ewig in praktisch allen Kulturen. Eine weitere Erklärung des Mythos ist zum Beispiel auch, dass tote arme Leute im Mittelalter meist einfach in Gruppen verscharrt und nur mit wenig Erde bedeckt wurden. Wenn sich die Leichen dann "setzen", verändern die schon mal ihre Position und plötzlich bewegt sich da was und ein Arm rührt sich in der Erde etc. Es gibt da einiges an Literatur dazu, allerdings haben mittelalterliche Mythen natürlich selten "wissenschaftliche Erklärungen", die man den Leuten heute auftischen könnte. Die Leute hatten damals echt Schiss vor Wiedergängern. Man hat z.B. Leichen Steine in den Mund gelegt, damit die sich bei der Wiederkehr die Zähne ausbeißen. Man hat Leichen gefesselt, geköpft, durchbohrt oder das Grab mit einem Stein beschwert, um das Wiederkehren zu verhindern. Ungetaufte Kinder sollten nach dem Tod zu Kobolden werden. Die toten Kinder hat man deswegen erwärmt ("belebt") und getauft, um sie dann sorgsam zu begraben... Im Zeitalter der Aufklärung ging es dann damit weiter, dass man den Scheintod fürchtete und entsprechend merkwürdige Maßnahmen getroffen hat...

Die o.g. Informationen habe ich übrigens aus diesem Buch [amazon]3940621242[/amazon]

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Chromanoid« (14.11.2016, 22:58)


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