Du bist nicht angemeldet.

Werbeanzeige

rewb0rn

Supermoderator

Beiträge: 2 873

Wohnort: Berlin

Beruf: Indie Game Dev

  • Private Nachricht senden

21

13.06.2009, 14:20

Ich glaube dann kannst du leider mit keiner Unterschrift helfen :( Aber statt dessen bist du natürlich aufgefordert allen Bekannten und Freunden die Inhalte der PP näherzubringen damit sich unser Bekanntheitsgrad und die Wählerschaft vergrößert :)

Bei der BtW müssen wir auf min. 1% der Stimmen kommen, damit wir die Wahlkampfkostenerstattung bekommen.

22

14.06.2009, 20:25

Sehr gutes Thema. Ich verstehe den Hype auf die Piraten nämlich irgendwie nicht so ganz.

Ich kenne das Programm jetzt nicht auswendig, aber ich fand viele Ideen prinzipiell sehr gut. Nur als ich gelesen hab, dass geistiges Eigentum und das Patentrecht gelockert werden sollen und wahrscheinlich irgendwann ganz wegfallen, musste ich erstmal schlucken.

Diese Idee von einem einheitlichen Wissenspool für alle Menschen ist theoretisch zwar sehr gut, wird mMn aber, genau wie der Kommunismus, gnadenlos an der Natur des Menschen scheitern.

Und ich bin mir auch nicht sicher, ob sich alle Piraten-Wähler der Konsequenzen bewusst sind. Wenn das umgesetzt wird, werden ja ganze Industriezweige komplett umstrukturiert oder fallen ganz weg. Ohne wirklich umfassende Ahnung von unserer Marktwirtschaft zu haben, blickt man da doch gar nicht durch...

Klärt mich mal auf :)

23

14.06.2009, 21:48

Zumindest bei Computerspielen sehe ich ohne Urheberrecht keine schöne Zukunft. Man überlege sich mal, wie viel OpenSource kram man benutzt und wie viel man dafür bisher gespendet hat. Und bei Spielen vielen dann ja noch sämtliche Firmen weg, die ein großes kommerzielles Interesse daran haben könnten, das solche Projekte weiterentwickelt werden.
Es würde bestimmt in Bezahlabos oder ähnlichem Enden, die Hersteller müssen schließlich Geld bekommen und nur durch Spenden kann man kein Spiel finanzieren.
Wow ist ja prinzipiell auch DRM verseucht, weil man es nur mieten kann und nicht kaufen. Außerdem können sie alles jederzeit ändern, ohne dass ich dagegen etwas tun kann. Für mich zählt das alles zu DRM. Wenn ich mir eine Spiel kaufe, und es jetzt Spaß macht, will ich auch in 20 Jahren noch den selben Spaß haben (sehr gutes Beispiel: CS:S Preissystemänderung - zum kotzen)

Imo könnte man ja auch jetzt viel gegen Urheberrechtsverletzungen machen. Die Seiten die solche Dinge anbieten z.B. stärker kontrollieren.
Und selbst wenn es damit endet, dass Filesharingseiten sämtliche Inhalte moderieren müssen, oder man, wenn sein Account aufgrund illegaler Inhalte gebannt wurde, nicht so leicht an einen neuen kommt; dann ist das eben so. Es ist halt allgemein so, dass die Menscheit eher schlecht ist und das man deswegen Regeln und Kontrollen braucht, auch wenn es nervig und aufwändig ist.
Wenn diese großen Protale und so alle ncihts illegales mehr hätten, wäre man quasi wieder auf dem Stand von Schulhofkopien, die aber ja so vielfach langsamer sind, dass es schonmal ein erheblicher Fortschritt wäre.
Lieber dumm fragen, als dumm bleiben!

the[V]oid

Alter Hase

Beiträge: 778

Wohnort: Aachen

  • Private Nachricht senden

24

14.06.2009, 23:42

Ich versteh die ganze Aufregung wegen der Sache mit dem geistigen Eigentum nicht. Patentschutz, Copyrights, Urheberrechte und der ganze Quatsch blockieren nur die freie Entwicklung der Menschheit. Eigentum ist Diebstahl, wie ein französischer Philosoph mal so schön sagte :D Eine Welt ohne Privateigentum wäre in meinen Augen das Paradies. Gut möglich, dass es, wie es einem Paradies nunmal per Definition anhaftet, utopisch ist. Aber sich an eine Utopie anzunähren, hat nichts schlechtes.

Zitat von »"Sk!p"«

Diese Idee von einem einheitlichen Wissenspool für alle Menschen ist theoretisch zwar sehr gut, wird mMn aber, genau wie der Kommunismus, gnadenlos an der Natur des Menschen scheitern.

Wenn ich so etwas lese, kriege ich jedes Mal einen Ausschlag! Schon in der Schule im Geschichtsunterricht ist mir jedes Mal der Kragen geplatzt, wenn irgend jemand diese Formulierung verwendet hat -,- Ich will es mal erklären. Es gibt keinen, aber wirklich auch gar keinen, empirischen Grund dafür, anzunehmen, dass der Kommunismus gescheitert ist. Weil er nämlich niemals existiert hat. Was es gegeben hat, sind einige gesellschaftliche Konstrukte, die sich das Etikett des Sozialismus aufgeklebt haben. Jedoch waren das keine sozialistische Staaten im Sinne des Sozialismus und erstrecht hat es in der Menschheitsgeschichte niemals irgendwo einen Kommunismus gegeben. Und nein, Sozialismus ist auch nicht gleich Kommunismus, siehe Historischer Materialismus, das wird naiver Weise öfter durcheinander gebracht. Fairer Weise muss man aber auch sagen, dass es durchaus Gründe gibt, anzunehmen, dass Marx und Engels sich irrten, in Bezug darauf, wie der Kommunismus zu erreichen sei. Das Hauptargument ist, dass die tragende Kraft der Gesellschaft heute nicht mehr der schwitzende Minen- oder Fabrikarbeiter wie noch im 19. Jahrhundert ist, sondern, wie mein Geschichtslehrer so schön sagte, der fette Informatiker (In dieser Hinsicht ist mir zum Beispiel auch die Linke zu "konservativ") Aber letztendlich ändert es rein gar Nichts an der Tatsache, dass stetig immer mehr Tätigkeiten von Maschinen und Computern erledigt werden, was im Rahmen der Regeln, die den Kapitalismus bilden, unweigerlich zu den selben Problemen zurückführt, die auch schon die klassische Arbeiterklasse im 19. Jahrhundert beschäftigten. Und ebenso kurzsichtig ist es, hier irgend etwas über die menschliche Natur anzunehmen; was diese betrifft, diskutieren die Philosophen seit nun mehr fast einem halben Jahrtausend, wie es um diese bestellt ist, ob der Mensch nun der Wolf im Rudel ist (klassisch Hobbes) oder eben nicht (klassisch Rousseau und Kant). Sich hier ohne weiterer Reflexion einfach mal auf eine Position festzulegen ist wie das Bepinkeln der Gräber dieser Menschen.

Und den Leuten, die nun behaupten, dass ohne gewisse rechtliche bzw. gesellschaftliche Regeln Industriezweige wegbrechen und sowieso alles den Bach runter geht, denen möchte ich sagen: Ihr verfallt gerade in die Rhetorik derer, die die Schallplatte als das Ende des Radios sahen - Oder heute das Internet als Ende gewisser anderer Dinge sehen. Übrigens, das ist klassisch Marx: Die Produktionsmittel (technische Möglichkeiten, die sich kontinuierlich weiterentwickeln) stehen immer wieder im Konflikt zu den Produktionsverhältnissen (konservative gesellschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen). Der antagonistische Widerspruch wurde bisher immer auf dieselbe Art und Weise gelöst: Die Produktionsverhältnisse werden den Produktionsmitteln angepasst, entweder auf gewaltsame oder friedliche Art und Weise. Wäre es anders, wäre der menschliche Fortschritt schon vor langer Zeit stagniert, siehe dazu bitte auch meine Signatur ;) Immer war es nur eine Frage der Zeit. Und heute ist nicht anders; hoffentlich bestreitet man früh genug den friedlichen Weg. Mit Sicherheit lässt sich nur eines über die Natur des Menschen sagen: Die Angst vor Veränderungen ist ein dominanter Teil ihrer - Und des Vertrauens in die Geschichte fehlt es ihr.

Im Grunde möchte ich nur darauf hinweisen, wie vorschnell die Sachen stets pauschalisiert und im Zuge dessen meist auch instrumentalisiert wird. Ich erwarte von Niemandem, dass er meinen Standpunkt teilt, aber wohl, dass er nicht die Augen vor der Wahrheit verschließt und sich von irgend etwas belullen lässt.


PS: Wenn wir schon dabei sind... Das Verrückteste ist, dass ausgerechnet die Position von Hobbes, dessen Standpunkt ("Der Mensch ist von Natur aus böse" / "Der Mensch ist ein Wolf im Schafspelz") so ziemlich der klarste überhaupt denkbare Gegensatz zu Marx ist, am Besten dann verstehen lässt, wenn man ihn mit Marx' Kernthese "Das Sein bestimmt das Bewusstsein" erklärt - Hobbes lebte zur Zeit des englischen Bürgerkriegs.
<< an dieser Stelle ist eine Signatur verstorben >>

25

15.06.2009, 00:24

Tjo, mag sein, dass es neue Wege geben würde, aber ich kann mir eben keinen Denken. Bei Schulhofkopien hat man Verwaltungsstress, muss CD's rumschleppen und so weiter. Bei Radio muss man per Hand aufnehmen und auch noch ansagen rausschneiden.
Aber wenn jetzt Spiele legal und ohne DRM in Tauschbörsen wären, muss man wirklcih nur noch den Namen eingeben und erhält quasi das vollwertige Spiel. Handbücher ließt man ja heute eh nicht mehr und sonst steckt auch nix in Packungen. Und es ist unwahrscheinlich, dass die es schaffen, neben der DVD etwas so tolles in die Packung zu stecken, dass man dafür 50€ statt 0€ ausgeben würde.
Ich frage mich halt: Welchen Grund gäbe es noch, Spiele zu kaufen, statt zu saugen? Ist eine Pappschachtel 50€ Wert? Oder die DVD als Backupkopie?
Wieso sollte man in einem Geschäft die Regale durchstöbern, wenn man das auf der Couch tuen kann und das runterladen quasi so schnell geht wie das hinfahren und kaufen, man aber währenddessen was anderes machen kann?

Also, früher meinten die auch, dies oder das würde aussterben, und es kam nicht wirklich so, aber welche Argumente würden jetzt noch bleiben? Im nachhinein sieht man zig Gründe, warum es besser ist, Medien zu kaufen, statt zu klauen, aber die wären eigentlich alle nicht mehr da.
Und wenn es keinen Vorteil mehr gibt, dann sterben die Spiele garantiert aus, da sind wir uns doch denke ich einig.
Lieber dumm fragen, als dumm bleiben!

the[V]oid

Alter Hase

Beiträge: 778

Wohnort: Aachen

  • Private Nachricht senden

26

15.06.2009, 00:35

Zitat von »"Jonathan_Klein"«

Tjo, mag sein, dass es neue Wege geben würde, aber ich kann mir eben keinen Denken. Bei Schulhofkopien hat man Verwaltungsstress, muss CD's rumschleppen und so weiter. Bei Radio muss man per Hand aufnehmen und auch noch ansagen rausschneiden.
Aber wenn jetzt Spiele legal und ohne DRM in Tauschbörsen wären, muss man wirklcih nur noch den Namen eingeben und erhält quasi das vollwertige Spiel.

Wie wär es damit: Weil es nicht mehr illegal ist, bildet sich eine größere Bereitschaft dazu, für die Leistungen, die man bekommt, auch zu bezahlen? Sicher werden einige Publisher etc. pleite gehen, hoffentlich allen voran EA, weil sie keine Innovation bieten (hat schon mal jemand Fifa 2007 mit Fifa 2006 verglichen?) Andere hingegen würden mehr auf Innovation setzen, um eben die Leute zu begeistern. Das Bewusstsein des Menschen ist variabel. Man betrachte doch nur die Geschichte. Ein Mensch tickt heute ganz anders als im 18. oder 17. Jahrhundert, hat ein viel ausgeprägteres Sozialbewusstsein. Und was spricht dagegen, dass dieses noch weiter steigerbar ist? Wir sind alle nur ein Produkt unseres Umfelds, zu dem wir aber zum Glück in einem Dualismus stehen. Natürlich ist dieses Argument hypothetisch. Aber vor langer Zeit war auch die Demokratie, insbesondere der Gedanke, dass ein Staat vom Volk und nicht von einem Monarchen gelenkt wird, hypothetisch.
<< an dieser Stelle ist eine Signatur verstorben >>

27

15.06.2009, 01:10

Zitat von »"the[V«

oid"]
Wie wär es damit: Weil es nicht mehr illegal ist, bildet sich eine größere Bereitschaft dazu, für die Leistungen, die man bekommt, auch zu bezahlen?
Warum soll ich für etwas bezahlen, wenn die kostenlose Variante legalisiert wird?

Zitat von »"the[V«

oid"]Sicher werden einige Publisher etc. pleite gehen, hoffentlich allen voran EA, weil sie keine Innovation bieten.
Wenn niemand für die Innovationen zahlt werden auch die anderen pleite gehen. Wenn Innovationen nicht belohnt werden, sind sie auch nichts Wert. Und EA wird derzeit für Innovationslosigkeit belohnt. (Warum auch nicht, wenns den Leuten gefällt.)

Zitat von »"the[V«

oid"]Ein Mensch tickt heute ganz anders als im 18. oder 17. Jahrhundert, hat ein viel ausgeprägteres Sozialbewusstsein.
Wir haben ein (mehr oder weniger) soziales politisches System. Ein ausgeprägtes Sozialbewusstsein haben hingegen nur wenige. Wieviele Menschen sind sozial engagiert? Und wieviele machen es aus reiner Nächstenliebe, wieviele hingegen als Imagegewinn oder aus reinem Vergnügen? Setz dich bluttriefend in die Fußgängerzone, wieviele werden kommen um dir zu helfen? (Und sobald der Rettungswagen da ist: Wieviele gaffen?) Wahlbeteiligung von nichtmal 50%. Das ist für mich kein großes soziales Bewusstsein. Der Mensch ist in unseren Zeiten immernoch weitestgehend ein Egoist.

the[V]oid

Alter Hase

Beiträge: 778

Wohnort: Aachen

  • Private Nachricht senden

28

15.06.2009, 01:18

Die Wahlbeteiligung ist mal gar kein Maß dafür, wie sozial der Mensch im Einzelnen ist. Naja, als ich vor ein paar Tagen am Kölner Hauptbahnhof war, habe ich gleich zwei Mal erlebt, dass jemand einem "Penner" Geld gegeben hat. Ein jeder teilt jawohl heute hier in Deutschland die Ansicht, dass der Sozialstaat notwendig ist. Das war sicher nicht immer so.

Zitat von »"Genion"«

Warum soll ich für etwas bezahlen, wenn die kostenlose Variante legalisiert wird?

Weil du weißt, dass es rechtens ist, jemanden für eine gute Arbeit zu entlohnen. Das heißt nicht, dass jemand unter momentan Umständen so handeln müsste. Aber wenn die Umstände anders sind, verhält sich auch der Mensch anders.
<< an dieser Stelle ist eine Signatur verstorben >>

Viktor

Alter Hase

Beiträge: 534

Wohnort: Ludwigshafen

Beruf: Student

  • Private Nachricht senden

29

15.06.2009, 02:23

Zitat von »"Genion"«

Zitat von »"the[V«

oid"]
Wie wär es damit: Weil es nicht mehr illegal ist, bildet sich eine größere Bereitschaft dazu, für die Leistungen, die man bekommt, auch zu bezahlen?
Warum soll ich für etwas bezahlen, wenn die kostenlose Variante legalisiert wird?

Zitat von »"the[V«

oid"]Sicher werden einige Publisher etc. pleite gehen, hoffentlich allen voran EA, weil sie keine Innovation bieten.
Wenn niemand für die Innovationen zahlt werden auch die anderen pleite gehen. Wenn Innovationen nicht belohnt werden, sind sie auch nichts Wert. Und EA wird derzeit für Innovationslosigkeit belohnt. (Warum auch nicht, wenns den Leuten gefällt.)

Es scheitert in diesem Fall nur am falschen Ansatz. Ich weis zwar nicht, wie ihr darauf kommt, dass ein Spiel eine Bereicherung des Wissenspools ist, von der Theorie müsste davon abgesehen ein ausgleich stattfinden. Ein auflösen von vereinzelten marktwirtschaftlich-orientierten Strukturen wird wie schon richtig erkannt nur die einzelnen Branchen betreffen (eher im negativen Sinn).


Zitat von »"Genion"«


Zitat von »"the[V«

oid"]Ein Mensch tickt heute ganz anders als im 18. oder 17. Jahrhundert, hat ein viel ausgeprägteres Sozialbewusstsein.

Wir haben ein (mehr oder weniger) soziales politisches System. Ein ausgeprägtes Sozialbewusstsein haben hingegen nur wenige. Wieviele Menschen sind sozial engagiert? Und wieviele machen es aus reiner Nächstenliebe, wieviele hingegen als Imagegewinn oder aus reinem Vergnügen? Setz dich bluttriefend in die Fußgängerzone, wieviele werden kommen um dir zu helfen? (Und sobald der Rettungswagen da ist: Wieviele gaffen?) Wahlbeteiligung von nichtmal 50%. Das ist für mich kein großes soziales Bewusstsein. Der Mensch ist in unseren Zeiten immernoch weitestgehend ein Egoist.

Um von sozialer Politik zu reden, fehlt sicher noch einiges. Und um von wahrer Demokratie zu reden, dauert es sicher auch noch. Denn das was wir heute erleben ist sicher nicht das, was eine vollendete Demokratie sein sollte. Das meist schlecht ausgeprägte Sozialbewusstsein, von dem du sprichst, ist durch das sich gegenseitig beeinflussende Umfeld immer weiter abgeschwacht. Nur durch ein umdenken schon in jungen Jahren kann zu Änderungen führen. Meist sind ja schon im Kindesalter hier die Probleme anzutreffen, warum sich ein Mensch auch im späteren Leben nicht sozial engagiert. Die schwierige Situation entsteht eben gerade durch die schnell wachsende und wandelnde Welt und Umfelder. Man schau sich mal einige typische Familientypen nur hier in Deutschland an:
- die vollbeschäftigte Familie:
Vater und Muter arbeiten (wenn sie noch zusammen leben und nicht durch beruflichen und/oder daraus resultierenden privaten Stress schon eine Scheidung hinter sich haben). Die Kinder gehen morgens in die Schule. Dort unterrichten meist demotivierte Lehrer und/oder welche, die ihr Leben selbst nicht auf die Reihe bekommen. Nachmittags kommen die völlig überdrehten Kinder dann in den Hord. Unter der Woche werden sie immer zwischen Mutter und Vater je nach Situation hin- und hergeschoben. Wer kümmert sich drum?
So zieht sich das dann hin. Von Zuhause bekommen die dann Druck bzgl guter Noten und das staut sich mit vielem Anderem noch an. Wenn die Kinder nicht selber lernen zu lernen, dann werden sie zur Unterstufe aussortiert und in eine Real-oder Hauptschule gesteckt. Die dortigen Schüler sind schon so in ihrem Element- ein Teufelskreislauf. Die "schiefe Bahn" ist nur noch mm entfernt und das daraus kein soziales Engagement ensprosst, ist denke ich selbstsprechend.
- die hartz4/arbeitslosen Familie (dauerhaft)
die Kinder aus Familien, deren Eltern keine Arbeit haben (meist von der Realität verlassen), müssen sich meist schon in jungen Jahren selber durchschlagen, wenn sie aufgrund von Geld/Sozialbewusstseins-mangel der Eltern noch nicht im Heim sind. Von der Realität selber nun auch gekickt, entsteht hier auch ein unaufhörbarer Kreislauf.
- die normale Familie
gibts das überhaupt und was heist "normal"
- ...wer mag, kann die Liste ja weiterführen/sinngetreu ändern/etc.

Wie man sieht, liegt das Problem schon in der Ausbildungszeit vor, einer sehr wichtigen Zeit! Daraus lässt sich auch ein großer Teil der von dir gennanten sozial desinteressierten "Schicht" ableiten. (Es gibt immer ausnahmen, auch in der o.g. "Liste"- ich will hier niemanden kategorisieren o.ä.).

Die 4*% Wahlbeteiligung ist zwar schockierend aber meiner Meinung nach nicht überraschend. Viele fühlen sich einfach nur ver*r*c*t von den Politikern. Die Einheitssülze der SPD/CDU zieht nicht mehr (nur anscheinend bei vielen, die gewählt haben). Es wird denke ich erst wieder nach einer zielorientierten (die sie auch umsetzten) volksnahen gläsernen Regierung zu einer Besserung dieser Zahlen kommen (aber damit fasse ich sicher nur nochmal das offensichtliche zusammen).

Btw. für alle, die meinen, dass zu wenig in Bildung investiert wird ->

30

15.06.2009, 08:46

Zitat von »"the[V«

oid"]
Wie wär es damit: Weil es nicht mehr illegal ist, bildet sich eine größere Bereitschaft dazu, für die Leistungen, die man bekommt, auch zu bezahlen?

Hm, also ich bin gegen Raubkopien und habe auch prinzipiell keine (hab mir JediKnight2 mal gezogen weil meine CD kaputt war und so Kleinigkeiten), benutze aber, ka ~30 OpenSource Programme und muss sagen, ich habe noch für kein einziges gespendet oder sonstwie bezahlt.
Es sit ja nicht so, dass die Idee kostenloser Software neu wäre, aber im privaten kann man damit wohl kaum Geld machen (für Support bei Spielen bezahlen? SOllen die die extra schwer oder fies oder verbugt machen, damit wer für den Support zahlt? Tolle Aussicht)
Lieber dumm fragen, als dumm bleiben!

Werbeanzeige