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BlueCobold

Community-Fossil

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21

26.01.2014, 16:14

Und "Informatik" gibt es für FHs nicht.
Das ist schlichtweg Unfug.

Nicht jeder stellt Master ein, da sie schlicht mehr Geld kosten. Ich persönlich finds unnötig.
Bei uns schafft es ein Bachelor nur sehr selten durch das Bewerbungsgespräch.

Selbst im öffentlichen Dienst kannst du als BA Informatiker rund 42.000€/1. Jahr verdienen.
Das würde ich so nicht stehen lassen. Das hängt wohl stark davon ab in welcher Region man sich bewegt. In Stuttgart mag das ja stimmen, in Berlin oder Leipzig sicher nicht.
Teamleiter von Rickety Racquet (ehemals das "Foren-Projekt") und von Marble Theory

Willkommen auf SPPRO, auch dir wird man zu Unity oder zur Unreal-Engine raten, ganz bestimmt.[/Sarkasmus]

valentin

Treue Seele

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22

26.01.2014, 17:25

Nicht jeder stellt Master ein, da sie schlicht mehr Geld kosten. Ich persönlich finds unnötig.
Bei uns schafft es ein Bachelor nur sehr selten durch das Bewerbungsgespräch.

Fehlende Kompetenz oder fehlender Titel?
visit me on deviantArt!
http://v-alentin.deviantart.com/

There is no programming language, no matter how structured, that will prevent programmers from making bad programs. //Larry Flon

NachoMan

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23

26.01.2014, 17:28

Wenn einige Bachelor durch kommen, wird es wohl nicht am Titel liegen.
"Der erste Trunk aus dem Becher der Erkenntnis macht einem zum Atheist, doch auf dem Grund des Bechers wartet Gott." - Werner Heisenberg
Biete Privatunterricht in Berlin und Online.
Kommt jemand mit Nach oMan?

BlueCobold

Community-Fossil

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24

26.01.2014, 21:19

Nicht jeder stellt Master ein, da sie schlicht mehr Geld kosten. Ich persönlich finds unnötig.
Bei uns schafft es ein Bachelor nur sehr selten durch das Bewerbungsgespräch.

Fehlende Kompetenz oder fehlender Titel?
Fehlende Kompetenz.
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ERROR

Alter Hase

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25

26.01.2014, 23:31

Ich würde gerne nochmal etwas zum ITA sagen:

Die meisten Unternehmen wollen keine, weil die nicht verstehen, dass eine Ausbildung die nicht von der IHK sondern vom Staat geprüft wurde, keinen Unterschied macht. Zumal wir den IHK Schlüssel benutzen....

Wir haben mehrere Computerlabore, ein Ciscolabor ( gearbeitet wird je nachdem mit echter Hardware oder PacketTracer und wir machen CCNAs usw), Schule und Lehrer sind Microsoft Certified Partner (oder wie das heisst). Ausserdem verfügen wir über einen 3D Drucker, einen Laser, Roboter (verschiedenste), Automatisierungstechnik Anlagen und und und.

Interessant ist auch zu beobachten, dass Unternehmen gerne ITAs nehmen, aber wollen dass sich diese als Fachinformatiker ausbilden lassen, damit das Unternehmen für 3 Jahre einen billigen Arbeiter gewinnt. Das ist Fakt, das sagen manche Chefs sogar in Gesprächen.... Die haben rein gar nichts gegen ITAs, ganz im Gegenteil, wenn von unserer Schule welche ein Praktikum gemacht haben, waren sie nicht selten sehr beliebt bei den jeweiligen Unternehmen.


Ich möchte noch einmal erwähnen, dass ich nur für meine Schule (in NRW) sprechen kann.

Sylence

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26

26.01.2014, 23:49

Also der Grund, warum wir ITAs gegenüber skeptisch sind ist einfach der, dass wir noch nie einen gesehen haben, der auch nur ansatzweise irgendwas drauf hätte.

Mein persönlicher Eindruck von ITAs war immer der, dass das die Leute sind die sich in der Schule gedacht haben "Ich spiele gerne Computerspiele, also kann ich auch was beruflich mit Computern machen" und dann gemerkt haben, dass das ein ganzes Stückchen mehr ist, als Programme zu installieren und zu starten... Klar solche Leute gibt es auch bei den Fachinformatikern und bei Studenten, aber mir kommt es so vor, als ob die Quote bei den ITAs (und vor allem bei denen, die das dann auch schaffen) doch extrem hoch ist.

EDIT: Nicht das das hier falsch verstanden wird. Mit "wir" meine ich meine Arbeitskollegen, Vorgesetzten und mich. Nicht irgendwelche Leute hier aus dem Forum.
Software documentation is like sex. If it's good you want more, if it's bad it's better than nothing.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sylence« (27.01.2014, 00:37)


KeksX

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27

27.01.2014, 00:35

Wo wir gerade die Diskussion haben und anscheinend auch ein paar Leute, die darüber Auskunft geben können.

Wie groß ist denn der Unterschied zwischen Bachelor auf einer Uni und Bachelor auf einer FH? Wird da generell erstmal kein Wert drauf gelegt, oder sieht man den FHler erstmal als "unqualifierter" an? Ich höre die verschiedensten Dinge, aber hier habe ich dazu noch nichts gelesen.

Und: Was macht den Master aus? Ist es die Masterarbeit, oder die Kurse, die man währenddessen belegt hat, um die es den Personalern geht? Kriege oft den Satz zu hören "Master bringt dir rein inhaltlich nichts, aber der Titel machts." und kann das nicht so recht glauben.
WIP Website: kevinheese.de

BlueCobold

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28

27.01.2014, 06:47

Also der Grund, warum wir ITAs gegenüber skeptisch sind ist einfach der, dass wir noch nie einen gesehen haben, der auch nur ansatzweise irgendwas drauf hätte.
Das ist genau der Grund, warum man jemanden ohne Studium bei uns gar nicht findet (und bei weitem nicht nur bei uns, sondern eigentlich bei allen mittleren bis größeren IT-Unternehmen, die ich kenne). Das Abstraktionslevel und das Wissen fehlt einfach. Das ist nicht mal böse gemeint, aber mit denen können wir nicht vernünftig arbeiten. Wir brauchen keine Code-Monkeys, die nur Zeug runtercoden, was wir ihnen sagen, wir brauchen Leute, die komplexe Probleme analysieren und verschiedene Architekturen entwerfen und gegeneinander abwägen können. Das fehlt halt meistens. Mal davon abgesehen, dass es eben nicht reicht eine Sprache so "lala" zu können. Sprachen sind aber letztlich nur Werkzeuge. Ein Tischler braucht auch nicht nur einen Hammer, mit dem man schon mal zwei oder drei Nägel in eine Wand gehämmert hat (Tischler und Wände sind ohnehin nicht sonderlich dicht beieinander). Es geht eher darum, was man mit seinen Werkzeugen im Gepäck sonst so kann und weiß.

Wie groß ist denn der Unterschied zwischen Bachelor auf einer Uni und Bachelor auf einer FH?
So groß wie der, der von Student zu Student ohnehin vorhanden ist. Erstens hängt das eben davon ab, WER da studiert hat und zweitens auch welche Uni man mit welcher Hochschule vergleicht.

Wird da generell erstmal kein Wert drauf gelegt, oder sieht man den FHler erstmal als "unqualifierter" an?
Jap. Da wird Wert drauf gelegt. FH-Studenten werden immer als minderwertiger angesehen. Sie haben vielleicht etwas mehr Praxis drauf - wobei das eben nicht als generelle Aussage gilt, denn es hängt immer am Studenten, was er sich selbst beibringt und mit der Ausbildung der Hochschule allein kommt er nicht weit. Aber generell gelten Uni-Studenten als diejenigen, die mehr Theorie gelernt haben. Ein Bachelor einer FH wird an einer Uni auch gar nicht anerkannt. Ich kenne jedenfalls keine Uni, die das tut.

Und: Was macht den Master aus? Ist es die Masterarbeit, oder die Kurse, die man währenddessen belegt hat, um die es den Personalern geht? Kriege oft den Satz zu hören "Master bringt dir rein inhaltlich nichts, aber der Titel machts." und kann das nicht so recht glauben.
Master geht halt über viele Grundlagen hinaus. Lapidar ausgedrückt könnte man sagen es ist der Unterschied zwischen den normalen und den Leistungskursen auf einem Gymnasium. Die Grundlagen lernen alle. Aber der Master geht noch ein paar Schritte weiter. Vor allem ist aber auch die Frage, warum kein Master gemacht wurde? Und hier trennt sich dann die Spreu vom Weizen, denn die meisten haben einfach nur keine Lust und denken, dass es ihnen nicht viel bringt. Genau das ist aber der falsche Grund, um es nur bei einem Bachelor zu belassen. Hier braucht man schon eine wirklich gute Begründung, damit man seine guten Punkte im Vorstellungsgespräch nicht gleich wieder verliert.
Teamleiter von Rickety Racquet (ehemals das "Foren-Projekt") und von Marble Theory

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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »BlueCobold« (27.01.2014, 06:54)


Schrompf

Alter Hase

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29

27.01.2014, 08:00

Aktuell sieht es doch auf dem Informatiker-Arbeitsmarkt gut genug aus, dass jeder einen Job findet, der programmieren kann. Daher können wir uns doch eigentlich entspannen, oder? Mich regen nur die Leute auf, die nach zwei oder drei Jahren Ausbildung keine Lust mehr auf Lernen haben und dann das Uni-Studium runtermachen. Es mag zwar menschlich sein, sich einmal getroffene Entscheidungen selbst schönzureden, aber man sollte sich dieser Schwäche des menschlichen Geistes bewusst sein und sie nicht so raushängen lassen.
Häuptling von Dreamworlds. Baut aktuell an nichts konkretem, weil das Vollzeitangestelltenverhältnis ihn fest im Griff hat. Baut daneben nur noch sehr selten an der Open Asset Import Library mit.

KeksX

Community-Fossil

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Beruf: Game Designer

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30

27.01.2014, 14:27

Vielen Dank für die Antwort, BlueCobold!
Habe mir auch schon gedacht, dass das Thema "Uni vs FH" wirklich sehr individuell ist, und ich glaube das wird mir auch zu Gute kommen, da ich nach wie vor nicht versuche einfach nur ein "Hauptsache ich komme irgendwie durch"-Student zu sein, auch wenn das nebst Arbeit und eigenen Projekten nicht immer ganz einfach ist! :D
WIP Website: kevinheese.de

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »KeksX« (27.01.2014, 14:48)


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