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drakon

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211

02.07.2016, 11:55

Wie bereits mal von mir erwähnt könnte es ja auch sein, dass das ganze nicht unbedingt ein Spiel wird (in 10 Jahren kann sich ja auch viel ändern). Und die Zielgruppe von Spielern ist wie von anderen erwähnt nicht unbedingt stabil/riesig. Mich erinnert die Ambition/Vision irgendwie sehr stark an SecondLife und insbesondere Philip Rosedale (Gründer von SecondLife). Die Idee wurde damals glaube ich auch ziemlich auseinander genommen und so richtig hat es sich leider auch nicht durchgesetzt (was imo glaube ich vor allem dem Buggy Erlebnis zuzusprechen wurde) aber das könnte mit VR sich noch ändern. Ganz aufgegeben hat er aber auch nie. Mit High Fidelity gehts momentan weiter.

Wie auch immer, @Azzuriel: Ich würde mal ein wenig über ihn recherchieren und ihn allenfalls mal probieren zu kontaktieren und die ganze Vision zu pitchen. Gut möglich, dass er oder in seinem Netzwerk sich jemand finden liesse, der solch Risikokapital aufbringen kann/würde. Zusätzlich zu der Erfahrung natürlich, die er mit SL gemacht hat.

Er hatte auch mal ein Projekt gestartet, wo es darum ging Software Entwicklungsaufgaben in kleine Pakete zu packen und dann von praktisch von irgendjemandem umzusetzen zu lassen, der Lust darauf hat (ohne grössres Commitment oder so). Coffee and Power hies das. Weiss nicht was da genau draus wurde. Könnte mir aber vorstellen, dass ein solcher Ansatz hier vielleicht auch Sinn machen könnte (vor allem wenn Zeit nicht so eine Rolle spielt).

Hier noch ein sehr gutes Interview mit ihm:

Azzuriel

Frischling

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212

02.07.2016, 12:01

Guten Tag,

danke für Eure zum Teil sehr ausführlichen Beiträge. Eines möchte ich jedoch noch los werden, da sich hier das falsche Bild manifestiert, das das damalige Entwicklerteam nicht in der Lage war, einen ersten spielbaren Prototypen enstehen zu lassen. Erkennbar zum Beispiel hier:

Zitat

Wenn nach zwei Jahren kein spielbarer Prototyp entstanden ist, muss irgendwas faul sein.


So wuchs das Team in kurzer Zeit stark an, da viele mit arbeiten wollten. Vor allem auch viele jüngere unerfahrene Leute. Wir konnten zwar fast jeden Part -die zu einer möglichen Entwicklung solchen Projektes gehört-, abdecken. Jedoch, unabhängig der Gründe die oben bereits genannt worden sind, lag dies aber an einem simplen Knock Out Kriterium. Es gab schlichtweg keinen einzigen C++ Coder, der sich anwerben lies im gesamten Zeitraum. Ohne C++ Coder, kein vorzeigbarer Code, für erste sinnvolle Implementierungen, so einfach. Die Profis im Team waren Java oder C# Spezialisten. Dann nützen einem die besten 3D Grafiker, Sound Artisten, Backend Solution Architects, Game Designer, Community Manager, Ideengeber, Autoren, etc,.. nämlich absolut nichts. So schnell wie sie so motivierend sodann gekommen waren, gingen sie demotivierend wieder.

Zudem auch kaum Zeit für das Projekt aufgebracht werden konnte, eigene Projekte, der Beruf, das Studium, die Freundin, private Beweggründe, oder die Verwirklichung eigener Interessen, Entwickler Ressourcen dem Zweck zu entfremden, segneten so das bisherige erkennbare Fazit ab. Auch heute melden sich im Schnitt 1-2 interessierte im Monat für das Projekt, jedoch bis Dato kein einziger C++ Coder. So komme ich erst gar nicht in den Genuss zu fragen, kennst du Dich mit DirectX, openGL, oder sonstigen nützbringlichen Spezifikationen aus.

Anmerken möchte ich noch, das im Laufe des Hypes -vielleicht 3-4 Monate, keine 2 Jahre so wie formuliert-, zwar sich insgesamt zwischen 10 und 20 Leute für das Projekt im Zeitraum interessierten, aber niemals mehr als 2-3 Leute an tatsächlich nutzbringenden Dingen, die zu einem spielbaren Prototypen geführt hätten, gearbeitet haben. Diese Leute sich ja auch schon im Forum zu Wort gemeldet haben, und dafür dankbar bin. Als dann unser Projektleiter, einer von den 3 wirklich professionellen Leuten im Team ging, Zerfall der Rest. So war ich -abgesehen von diesem Hype-, die restliche Zeit immer auf mich alleine gestellt.

Ich fing an, meine Programmier-Kenntnisse auf C++ umzulernen, denn eigentlich war ich Borland Delphi Entwickler. Heute weis ich, das dies so niemals funktionieren konnte. Ich allein muss die Vorarbeit erbringen, muss einen kleinen Prototypen entwickeln,.. wenn auch weit ab von der eigentlichen AOW Vision. So dann, lassen sich auch Komponenten durch das Finden von C++ Codern erweitern, sowie ein Vertrauensverhältnis in Zusammenarbeit im kleinem Team aufbauen.

Beste Grüße
Jan
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Azzuriel

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213

02.07.2016, 12:46

@drakon

ja vielen Dank für Deinen Rat. Hatte ihn schon auf dem Schirm, insbesondere weil er in einem Blog zum Thema High Fidelity & Voxelserver und Sparse Voxel Octrees, interessante parallelen aufzeigt. So stehe ich des Weiteren mit zwei weiteren, sehr viel versprechenden Koryphäen auf dem Fachgebiet Volumendaten zu Raycasten in Verbindung.

Meine Herausforderungen, welche ich in einem kleinen C++ Projekt versuche zu lösen, sind im Moment:

  • Herauszufinden, wie groß Volumendaten-Strukturen kompakt gespeichert, um dabei noch effizient unter aktuellen Methoden der CPU/GPU Beschleunigung in Echtzeit gerendert werden zu können.
  • Wie prozedural generierte Volumendaten in Pseudo Echtzeit generiert, dem oberen Punkt in einem Framework "On the Fly" zum Raycasten, optimiert zur Verfügung gestellt werden können.
So beschäftige ich mich hinsichtlich einer Hybridisierung der AOW Engine in Kernkompetenz KK/020 im Bezug zwischen Rasterisierung und Ray Casting auf dessen prozedural erzeugten Volumendaten. So möchte ich eine hybride GPU Rendering Pipeline für hochauflösende Terrains entwickeln, die diese Techniken in jedem Frame dann simultan nutzen kann.

Update 14.05.19: Meine Agenda hat sich auf Grund vieler Fortschritte und maßgeblicher Änderungen an meinem Projekt zu Gunsten einer direkten Implementierung des Spiels entwickelt.

Wenn es notwendig werden sollte mehr in Richtung VR zu gehen, um meiner AOW Vision näher zu kommen, warum nicht. Welcher Weg für mich auch bestimmt sein wird, AOW ist mein treuer Freund und Begleiter.

Beste Grüße
Jan

@Nimelrian CUDA war als mögliche Option Phase I Plan (MRT/CT) Volumenrenderer in der engeren Auswahl, oder für spezifische Fragen -wie oben genannt-, klären zu können. Für eine AOW spezifische Implementierung wird es wohl eher in Richtung OpenCL gehen,... Abgesehen davon, lässt sich schwer der technologische Fortschritt über 10 Jahre prophezeien.
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Dieser Beitrag wurde bereits 10 mal editiert, zuletzt von »Azzuriel« (14.05.2019, 08:09)


marfi

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214

08.07.2016, 20:01

Hallo Azzuriel,

ich habe diesen thread nur überflogen, trotzdem habe ich interesse :D

Vielleicht können wir uns mal kurzschliessen.

Ich programmiere in C++, allerdings war ich jetzt schon 1 Jahr nicht mehr aktiv^^

Azzuriel

Frischling

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215

10.07.2016, 19:19

Hi marfi, hast PN,...

Gruß Jan
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buzz-steve

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216

11.07.2016, 06:13

So ganz verstehe ich das Problem mit den C++-Entwicklern nicht. Wenn jemand bereits eine andere objektorientierte Sprache beherrscht, müsste es kein Problem sein, sich mit vertretbarem Aufwand in C++ einzuarbeiten. Vielleicht bin ich da mit meiner Ansicht etwas biased, da ich selbst schon viele Jahre C++ programmiert habe, aber auf diversen Uni-Lehrveranstaltungen haben wir meist ein Framework und eine eine Sprache vorgesetzt bekommen und da hat auch keiner gefragt, ob wir darin schon Erfahrung haben. Java mussten sich die meisten Studenten z.B. selbst beibringen, um den praktischen Teil einer LV zum Thema Design Patterns zu bewältigen. Zumal wird oft übersehen, dass die Einarbeitung in eine bestimmte API einen viel größeren Aufwand darstellt als das Erlernen einer neuen Sprache, die sich in vielen Konzepten ohnehin überschneiden. Bei meinem ersten Arbeitgeber in der Position Web-Entwickler bekam ich plötzlich ein natives iOS-Projekt vorgesetzt. Das lässt sich alles erlernen, ein fähiger Entwickler braucht dafür gar nicht mal so lange. Natürlich ist Lernen ein nie enden wollender Prozess, aber hier geht es in erster Linie um das Erreichen eines Levels, das ausreicht, um selbstständig funktionierende Lösungen zu erarbeiten.

Ich glaube, deine Anforderungen an Entwickler sind etwas zu hoch. Ironischerweise redest du viel von Lernkonzepten und neuronalen Netzwerken, traust aber den Leuten selbst nicht zu, dass sie fähig sind sich im Rahmen deines Projektes Fähigkeiten anzueignen. Für jemanden, der lernen möchte, ist das eine gute Gelegenheit Code zu schreiben, der nicht mit irgendwelchen langweiligen Tutorials im Zusammenhang steht. Ein gewisses Grundtalent und die entsprechende Begeisterung ist vorausgesetzt, sodass die Entwickler dann auch mit dem Projekt wachsen können.

Nur mal so als Denkansatz...

Azzuriel

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217

11.07.2016, 07:57

@buzz-steve

Guten Morgen,

Zitat

Ironischerweise redest du viel von Lernkonzepten und neuronalen Netzwerken, traust aber den Leuten selbst nicht zu, dass sie fähig sind sich im Rahmen deines Projektes Fähigkeiten anzueignen.


Ich denke, hier solltest du Deine Äußerungen noch einmal gründlich überdenken. Ich glaube nicht, das du schon einmal mit mir zusammen gearbeitet hast.. geschweige dies auch nur im Ansatz beurteilen könntest,..

Abgesehen hat jeder seine "Lieblingssprache", in der er sich zu Hause fühlt. Ergo lernt man sich vielleicht auf Arbeit in neue Sprachen ein, wohl weniger in einem freiwilligem Hobby-Unternehmen, wenn diese nicht Schnittmengen mit eigener Motivation bilden können. Aber ja, für einen professionellen Entwickler stellt dies wohl wenig Umstände dar, jedoch ist jeder in seinem Fachgebiet der Beste und im Team auf dessen Umstände stark,..

In der Tat, man lernt das ganze Leben nie aus,... aber vielleicht verkennst du auch unsere Rahmenbedingungen...

Beste Grüße
Jan
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buzz-steve

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218

11.07.2016, 08:25

Zitat

Abgesehen hat jeder seine "Lieblingssprache", in der er sich zu Hause fühlt. Ergo lernt man sich vielleicht auf Arbeit in neue Sprachen ein, wohl weniger in einem freiwilligem Hobby-Unternehmen, wenn diese nicht Schnittmengen mit eigener Motivation bilden können. Aber ja, für einen professionellen Entwickler stellt dies wohl wenig Umstände dar, jedoch ist jeder in seinem Fachgebiet der Beste und im Team auf dessen Umstände stark,..


Wozu diese Unterscheidung zwischen Arbeit und Hobby? Die Umstände sind doch sowieso in jedem Projekt anders.

Zitat

aber vielleicht verkennst du auch unsere Rahmenbedingungen...


Tut mir Leid, dass ich versucht habe eine konstruktive Anregung zu geben.

Azzuriel

Frischling

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219

11.07.2016, 09:50

@buzz-steve

Leider bewerten viele Menschen ihren Erfolg am Maßstab ihres monetären Umstandes. So wäre ich der Letzte, der es nicht befürworten würde, den Maßstab ihres Erfolges am Projekt, oder an andere ehrwürdige Ziele festzumachen. Jedoch tun Menschen auf Arbeit Dinge für Geld, die sie so in anderem Umfeld nicht tun und/oder tolerieren würden.

Natürlich bin ich für konstruktive Kritik offen, so wie du sie auch in Deinem erstem Teil Deines Beitrages durchaus gezeigt hast, schriftlich fixieren zu können. Leider bist du in Deinem zweitem Teil, sowie auch von mir moniert, etwas von Deinem konstruktivem Charakter abgekommen und in der "Urteilskategorie" gelandet.

Beste Grüße
Jan
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220

11.07.2016, 10:11

Zitat

Leider bewerten viele Menschen ihren Erfolg am Maßstab ihres monetären Umstandes. So wäre ich der Letzte, der es nicht befürworten würde, den Maßstab ihres Erfolges am Projekt, oder an andere ehrwürdige Ziele festzumachen. Jedoch tun Menschen auf Arbeit Dinge für Geld, die sie so in anderem Umfeld nicht tun und/oder tolerieren würden.

Viele Menschen, ja, aber nicht annähernd alle. Vor allem Software-Entwickler achten stark auf den Performance-Record. Da zählen andere Aspekte als wirtschaftlicher Erfolg. Das ist ja auch eher Angelegenheit des Managers.

Zitat

Leider bist du in Deinem zweitem Teil, sowie auch von mir moniert, etwas von Deinem konstruktivem Charakter abgekommen und in der "Urteilskategorie" gelandet.

Ich habe nirgends ein Urteil gefällt, nur meine ganz persönliche Beobachtung geschildert (das muss nicht immer streng akademisch geschehen). Und die beschränkt sich auf deine oben getätigte Aussage, dass du Developer gleich mal aussortierst, wenn sie nicht ein gewisses Skill-Set vorweisen können. Wie gesagt, es ist meine Überzeugung, dass ein guter Developer nicht vor Technologien zurückschreckt, mit denen er noch nie gearbeitet hat. Mehr noch, das gehört zum daily business.

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